Kommunale Wärmeplanung

Herzlich willkommen auf der Webseite zur Kommunalen Wärmeplanung in Eitorf.


Der Entwurf des Wärmeplans, also der Endbericht der Kommunalen Wärmeplanung der Gemeinde Eitorf, liegt in der Zeit vom 09.06.2026 bis einschließlich 10.07.2026 öffentlich aus. Weitere Informationen finden Sie unter dem Reiter "Öffentliche Auslegung des Wärmeplan-Entwurfs".

Die Bestands- und Potenzialanalyse der Kommunalen Wärmeplanung ist abgeschlossen. Hier geht es zum Geoviewer mit den Ergebnissen: Kommunale Wärmeplanung. Die Maßnahmensteckbriefe für den Wärmeplan befinden sich aktuell in Erarbeitung.

Weiterhin können Karten zu den Ergebnissen der Bestands- und Potenzialanalyse der kommunalen Wärmeplanung unter „Dokumente“ heruntergeladen werden.

Was ist Kommunale Wärmeplanung?

Die Kommunale Wärmeplanung dient als strategische Grundlage für eine klimafreundliche und wirtschaftliche Wärmeversorgung auf kommunaler Ebene. Sie gibt privaten Haushalten, Unternehmen und lokalen Akteuren Orientierung, welche Wärmeversorgung für bestimmte Gebiete zukünftig sinnvoll ist – sei es leitungsgebundene Fernwärme oder individuelle Lösungen mit erneuerbaren Energien.

Die Kommunale Wärmeplanung erfordert die Durchführung von technischen Analysen und Konzeption von Strategien, die eine langfristige Planung auf lokaler Ebene ermöglichen. Die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger, sowie die Zusammenarbeit verschiedener Akteurinnen und Akteure unterstützt diesen Prozess wesentlich.

Der Gesetzgeber hat für den Prozess eine rechtliche Grundlage geschaffen: das Wärmeplanungsgesetz (WPG). Dieses legt fest, welche Inhalte in den Wärmeplänen berücksichtigt werden sollen und in welcher Reihenfolge die einzelnen Schritte durchgeführt werden sollen.

Der Prozess der Wärmeplanung umfasst diese zentralen Schritte:

  • Eignungsprüfung – Identifizierung von Teilgebieten, in denen eine verkürzte Wärmeplanung durchgeführt werden könnte.
  • Bestandsanalyse – Erfassung der bestehenden Wärmeinfrastruktur und des aktuellen Energieverbrauchs in der Gemeinde.
  • Potenzialanalyse – Identifizierung möglicher erneuerbarer Wärmequellen und Abwärmenutzung.
  • Zielszenario – Entwicklung einer langfristigen Strategie zur klimaneutralen Wärmeversorgung bis 2045.
  • Wärmestrategie – Ableitung konkreter Maßnahmen zur Umsetzung der Wärmewende vor Ort.

Die Wärmeplanung bietet eine langfristige Perspektive und hilft, individuelle Investitionen in Heizsysteme vorausschauend zu planen.

Eine gute erste Einführung ins Thema „Kommunale Wärmeplanung“, bietet das Video des Kompetenzzentrums für Kommunale Wärmewende (KWW):

vorausschauend zu planen.

Kommunale Wärmeplanung in Eitorf

Das Landesgesetz zur Einführung einer Kommunalen Wärmeplanung in Nordrhein-Westfahlen ist am 20.12.2024 in Kraft getreten. Damit werden alle Kommunen und damit auch die Gemeinde Eitorf verpflichtet, bis zum 30.06.2028 einen Wärmeplan vorzulegen und diesen alle 5 Jahre zu erneuern.

Die Gemeinde Eitorf hat in diesem Jahr mit der Kommunalen Wärmeplanung gestartet und wird diese Mitte 2026 abschließen. Mit der Erstellung des Kommunalen Wärmeplans wurde die aconium GmbH als Generalunternehmerin beauftragt und arbeitet mit der Crea Tech Engineering GmbH als Nachunternehmerin zusammen. Der gemeinsame Kick-Off-Termin mit dem Projektbüro zum Projektstart fand am 03.06.2025 statt.

Die Ergebnisse der technischen Analysen zu den einzelnen Phasen der Wärmeplanung werden in der Rubrik „Aktuelles“ und „Dokumente“ veröffentlicht. Dadurch können die Bürgerinnen und Bürger sich frühzeitig über den Fortschritt im Projektablauf informieren und ihre Anregungen mitteilen.

Zusätzlich sind zwei Informationsveranstaltungen geplant, bei denen die Öffentlichkeit die Gelegenheit hat, Fragen zu stellen, und sich umfassend über die geplanten Schritte zu informieren. In der Rubrik „Veranstaltungen“ finden Sie weiterführende Informationen dazu.

Zeitlicher Ablauf

(Bitte auf die Grafik klicken)

Öffentliche Auslegung des Wärmeplan-Entwurfs

Der Entwurf des Wärmeplans, also der Endbericht der Kommunalen Wärmeplanung der Gemeinde Eitorf, liegt in der Zeit vom 09.06.2026 bis einschließlich 10.07.2026 öffentlich aus.

Der Wärmeplanentwurf kann auf dieser Webseite zur Einsicht heruntergeladen werden. Zusätzlich liegt ein gedrucktes Exemplar während der üblichen Öffnungszeiten an der Anmeldung des Rathauses zur Einsichtnahme aus.

Stellungnahmen, Anregungen und Hinweise zum Entwurf können während der Auslegungsfrist per E-Mail an waermeplanung@eitorf.de übermittelt werden.

Die Gemeinde Eitorf freut sich über Ihre Beteiligung am Verfahren.

Zweite Bürgerinformationsveranstaltung

Rückblick: Zweite Informationsveranstaltung für die Öffentlichkeit zu den Ergebnissen der kommunalen Wärmeplanung hat stattgefunden.

Die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung für Eitorf wurden am Freitag, 29.05.26 durch das verantwortliche Projektteam öffentlich vorgestellt. Dazu hatte die Gemeinde Eitorf in das Theater am Park eingeladen. Angesprochen waren alle Bürgerinnen und Bürger, der Gewerbe- und Industriesektor, die lokale Politik und weitere Interessierte.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Rainer Viehof informierten die Projektverantwortlichen der Gemeinde gemeinsam mit den beauftragten Fachbüros aconium GmbH und CreaTech Engineering GmbH über den aktuellen Stand der kommunalen Wärmeplanung. Im Mittelpunkt standen die Ergebnisse der Zielszenarien sowie einige der daraus abgeleiteten Umsetzungsmaßnahmen für die zukünftige Wärmeversorgung vor Ort. Die Umsetzungsmaßnahmen stellen hierbei die konkreten Handlungsempfehlungen dar, welche schrittweise zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung vor Ort führen. Alle Steckbriefe der Umsetzungsmaßnahmen sind in einem nächsten Schritt bei der Offenlegung des Entwurfs zum Wärmeplan für 30 Tage einsehbar.

Im Anschluss an die Präsentation fand eine Podiumsdiskussion statt. Hierbei sprachen neben der Klimaschutzmanagerin, eine Vertreterin der Energieagentur Rhein-Sieg, ein Installateur und Heizungsbaumeister sowie der 1. Vorstand des Landesnetzwerk Bürgerenergiegenossenschaften Hessen e.V. (LaNEG Hessen e.V.) über Perspektiven und Herausforderungen der Transformation der Wärmeversorgung auf kommunaler Ebene. Nach der Podiumsdiskussion hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, ihre Fragen direkt an die Diskutierenden zu richten.

Für vertiefende Gespräche und individuelle Fragestellungen standen im Anschluss im Foyer verschiedene Thementische zur Verfügung. Dort hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, mit Vertreter:innen des Projekts, der Energieagentur sowie den beauftragten Fachbüros ins Gespräch zu kommen. Auch die Projektleitung der Gemeinde war vor Ort vertreten und stand für Fragen, Hinweise und Anregungen rund um die zukünftige Wärmeversorgung und die anstehende Wärmewende in Eitorf zur Verfügung.

Sowohl die Fragerunde als auch die Gespräche an den Thementischen boten den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich vertiefend über verschiedene Aspekte der Wärmewende zu informieren, individuelle Fragestellungen zu diskutieren und den Austausch mit den beteiligten Akteur:innen fortzusetzen.

Die Veranstaltung fand großen Zuspruch und es nahmen ca. 40 Interessierte an der Veranstaltung teil. Herzlichen Dank an alle, die vor Ort waren!

Im nächsten Schritt erfolgt die Offenlegung des Entwurfs zum Wärmeplan. Während dieser Zeit besteht die Möglichkeit, 30 Tage lang sowohl Hinweise als auch Stellungnahmen einzureichen. Der Start der Offenlegung des Plans wird rechtzeitig über die Kanäle der Gemeinde Eitorf veröffentlicht.

Bei Fragen oder Anmerkungen zum Prozess der Kommunalen Wärmeplanung in Eitorf wenden Sie sich gerne per Mail an waermeplanung@eitorf.de.

Erste Bürgerinformationsveranstaltung

Rückblick: Erste öffentliche Informationsveranstaltung im Rahmen der Kommunalen Wärmeplanung hat stattgefunden.

Die Zwischenergebnispräsentation ist unter dem Reiter "Dokumente" zum Download bereit.

Am 31.10.2025 wurden die Ergebnisse aus der Bestands- und Potenzialanalyse öffentlich vorgestellt. Dazu hatte die Gemeinde Eitorf in die Rotunde im Theater am Park eingeladen. Angesprochen waren alle Bürgerinnen und Bürger, der Gewerbe- und Industriesektor, die lokale Politik und weitere Interessierte.

In seinem Grußwort betonte der Bürgermeister die Relevanz der Kommunalen Wärmeplanung für die Region und das Bestreben, die Wärmeversorgung Eitorfs zukünftig resilient, nachhaltig und wirtschaftlich aufzustellen. Nach einem Input der Energieagentur Rhein-Sieg zum Stand der Kommunalen Wärmeplanung im Rhein-Sieg Kreis fand die Präsentation des Zwischenstands in der Gemeinde Eitorf statt. Die bereits vorliegenden Ergebnisse von Bestands- und Potenzialanalyse wurden durch die Klimaschutzmanagerinnen der Gemeinde Eitorf und die beauftragten Projektbüros aconium GmbH und CreaTech Engineering GmbH vorgestellt.

Im Anschluss war genügend Zeit für alle Fragen, Anregungen und Informationsbedarfe der Menschen vor Ort. Die Anwesenden nutzten diese Chance, um mit dem Projektteam und den Expert:innen der Energieagentur in den Austausch zu gehen.

Nach Abschluss des formellen Teils der Veranstaltung gab es außerdem noch die Möglichkeit mit den Projektbeteiligten einzeln ins Gespräch zu kommen. Im Foyer luden die Vertreterinnen und Vertreter des Heat-it! Projekts, der Energieagentur Rhein-Sieg sowie der aconium und der CreaTech Engineering an einzelnen Tischen dazu ein, offen alle Fragen zu stellen und sich auch detailliert zum laufenden Projekt zu informieren. Auch die Projektleitung der Gemeinde Eitorf war hier vertreten und hatte ein offenes Ohr für Anregungen und alle Fragen rund um die anstehende Wärmewende.

Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse und der Saal war mit rund 60 Teilnehmenden gut gefüllt. Herzlichen Dank an alle, die teilgenommen haben!

Eine zweite Informationsveranstaltung im Rahmen der Kommunalen Wärmeplanung ist im Frühjahr/Sommer 2026 vorgesehen. In dieser Veranstaltung werden dann die Ergebnisse des Zielszenarios vorgestellt. Genauere Informationen dazu werden rechtzeitig über die Kanäle der Gemeinde Eitorf veröffentlicht.

Ergebnis Eignungsprüfung

Eignungsprüfung gem. §14 Wärmeplanungsgesetz (WPG) im Rahmen der Erstellung der Kommunalen Wärmeplanung für die Gemeinde Eitorf ist erfolgt

Nachdem die Gemeinde Eitorf im Mai ihre Kommunale Wärmeplanung begonnen hat, wurde nun bereits die vorgeschriebene Eignungsprüfung durchgeführt. Das Ziel der Eignungsprüfung ist es, frühzeitig Gebiete für eine dezentrale Versorgung auszuweisen, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht für ein Wärmenetz oder Wasserstoffnetz eignen. Für diese Gebiete könnte eine verkürzte Wärmeplanung durchgeführt werden (§ 15 WPG).

Die Gemeinde Eitorf hat entschieden, im Rahmen der Eignungsprüfung keine verkürzte Wärmeplanung durchzuführen. Stattdessen erfolgt im weiteren Verlauf der Planerstellung eine umfassende Datenabfrage und Analyse, um eine bestmögliche Abbildung von Potenzialen im gesamten Gemeindegebiet zu schaffen.

Weitere Informationen zu den Ergebnissen der Untersuchungen werden im weiteren Projektverlauf veröffentlicht.

Um Infrastrukturänderungen der kommenden Jahre entsprechend zu berücksichtigen, findet turnusmäßig alle fünf Jahre eine erneute Durchführung der Eignungsprüfung statt, um zu überprüfen ob die Gebietszuschnitte angepasst werden müssen. Damit wird die Pflicht zur Fortschreibung des kommunalen Wärmeplans (§ 25 WPG) eingehalten.

Bei Fragen oder Anmerkungen zur Eignungsprüfung wenden Sie sich gerne per Mail an waermeplanung@eitorf.de.

Ergebnis Bestandsanalyse

Bestandsanalyse gem. §15 Wärmeplanungsgesetz (WPG) im Rahmen der Erstellung der Kommunalen Wärmeplanung für die Gemeinde Eitorf ist erfolgt.

Im Prozess der Kommunalen Wärmeplanung ist der nächste Meilenstein erreicht worden: Der Abschluss der Bestandsanalyse.

Im Rahmen der Analyse, unter Wahrung des Datenschutzes, wurden umfangreiche Daten erhoben und ausgewertet. Ziel der Bestandsanalyse ist es, ein möglichst genaues Bild über die aktuelle Versorgungsinfrastruktur in Eitorf zu erhalten und dabei die Gebäudestruktur, den Wärmebedarf und die Energieverbräuche zu untersuchen. Insgesamt konnten rund 17.000 Gebäudeobjekte und über 6900 Heizungen in Eitorf erfasst und in die Analyse einbezogen werden. Untersucht wurden unter anderem:

  • der Gebäudebestand,
  • die Gebäudetypen und Baualtersklassen,
  • der Wärmebedarf und -verbrauch,
  • die Beheizungsstruktur,
  • die bestehende Netz-Infrastruktur,
  • sowie die Energie- und Treibhausgasbilanz.

Der Gebäudebestand im gesamten Gemeindegebiet besteht überwiegend aus freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern. Weiterhin gibt es einen signifikanten Anteil an Mehrfamilienhäusern. Weniger als 5% der Wohngebäude wurden im Jahr 2010 oder später erbaut. Weiterhin wurden die Wärmebedarfe und Emissionen ermittelt. Hierbei ergab die Analyse, dass die meistverbreiteten Energieträger Gas und Öl darstellen. Im Ortszentrum dominiert fossile Beheizung mit über 95%, im gesamten Gemeindegebiet sind es fast 88%. Damit liegt die Dominanz fossiler Heizungen in Eitorf deutlich über dem Bundesweiten Durchschnitt von etwa 72%.

Anhand von Vermessungsdaten und der Gebäudeeigenschaften wurde ebenfalls für das Gemeindegebiet die sogenannte Wärmebedarfsdichte ermittelt. In der Gemeinde Eitorf ist vor allem im Ortskern eine hohe Wärmebedarfsdichte erkenntlich. Ebenfalls die dichter bebauten Wohngebiete sind mit einer höheren Bedarfsdichte gekennzeichnet.

Die Auswertungen liefern wertvolle Erkenntnisse über den aktuellen Stand der Wärmeversorgung in der Gemeinde Eitorf. Sie zeigen auf, wo besonders hohe Energieverbräuche bestehen und wo perspektivisch der Aufbau oder Ausbau von Wärmenetzen sinnvoll sein könnte. Es bleibt zu betonen, dass es sich hierbei um ein Zwischenstandsergebnis handelt, welches sich im weiteren Verlauf der Kommunalen Wärmeplanung durch weitere Informationen verändern kann.

Die Bestandsanalyse ist die zweite technische Phase der Kommunalen Wärmeplanung. Der nächste Schritt ist die Durchführung der Potenzialanalyse.

Bei Fragen oder Anmerkungen zur Bestandsanalyse wenden Sie sich gerne per Mail an waermeplanung@eitorf.de.

Ergebnis Potenzialanalyse

Potenzialanalyse gem. §16 Wärmeplanungsgesetz (WPG) im Rahmen der Erstellung der Kommunalen Wärmeplanung für die Gemeinde Eitorf ist erfolgt.

Ziel der Potenzialanalyse ist es zu untersuchen, welche erneuerbaren Energiequellen künftig zur Umgestaltung der Wärmeversorgung in Eitorf eingebunden und effizient genutzt werden könnten.
In dieser Phase der Kommunalen Wärmeplanung erfolgte die Analyse von:

Erneuerbaren Energiequellen zur Wärmeversorgung

  • Biomasse
  • Geothermie
  • Solarthermie
  • Umweltabwärme

Unvermeidbarer Abwärme aus Industrie und Gewerbe

  • Industrielle Abwärme, die bisher ungenutzt an die Umgebung abgegeben wird

Erneuerbare Stromquellen für Wärmeanwendungen

  • Photovoltaik
  • Windkraft
  • Wasserkraft

Bei der Potenzialanalyse wurde ebenfalls betrachtet welche Formen der Wärmeversorgung- zentral oder dezentral - sich in den verschiedenen Teilgebieten der Gemeinde Eitorf eignen.

Zentrale Lösungen beziehen sich auf Wärmeversorgungssysteme wie ein Wärmenetz, bei denen Wärme für mehrere Gebäude oder Quartiere erzeugt und verteilt wird. Für Teilgebiete, wo voraussichtlich keine zentrale Lösung zur Wärmeversorgung in Frage kommt, sind dezentrale Systeme geeignet. Dezentrale Systeme stellen jedoch nicht den Fokus der Kommunalen Wärmeplanung dar und werden daher nicht in der Potenzialanalyse abgebildet. Welche Variante für welches Teilgebiet geeignet ist, hängt von der Siedlungsstruktur, dem Energiebedarf und den lokalen Potenzialen ab.

In der Gemeinde Eitorf bilden die weit ausgebauten Abwasserleitungen und die Sieg ein besonderes Wärmepotenzial. Wie konkret diese Potenziale tatsächlich nutzbar sind, muss im weiteren Projektverlauf analysiert werden.

Ein weiterer Bestandteil der Analysen ist es Fokusgebiete mit einem erhöhten Potenzial zu identifizieren. Es sind räumliche Schwerpunkte, die voraussichtlich ein hohes Umstellungspotenzial aufweisen. Um diese Fokusgebiete in Eitorf zu bestimmen, wurden u.a. die Wärmebedarfe, Verfügbarkeiten von erneuerbaren Ressourcen und Nähe von Wärmequellen betrachtet. Es sind weiterhin Informationen aus bereits vorhandenen Analysen, Konzepten und dem Austausch mit Akteur:innen aus dem Gewerbe und der Industrie einbezogen worden. Fokusgebiete mit erhöhtem Potenzial in Eitorf wurden in der unten aufgeführten Grafik dargestellt.

Die Ergebnisse der Potenzialanalyse bilden die Grundlage für eine vertiefte Betrachtung konkreter Handlungsmöglichkeiten, die der zukünftigen Umstellung der Wärmeversorgung in Eitorf dienen sollen. Dafür erfolgen gemeindeinterne Gespräche und der Einbezug relevanter externer Akteur:innen.

Im weiteren Schritt der Kommunalen Wärmeplanung erfolgt die Entwicklung von Zielszenarien.

Bei Fragen oder Anmerkungen zur Bestandsanalyse wenden Sie sich gerne per Mail an waermeplanung@eitorf.de.

Ergebnisse der Zielszenarien

Zielszenario-Analyse gem. §17 Wärmeplanungsgesetz (WPG) im Rahmen der Erstellung der kommunalen Wärmeplanung für die Gemeinde Eitorf ist erfolgt.

Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung wurde eine umfassende Zielszenarioanalyse durchgeführt. Die Zielszenarien prognostizieren den Wärmebedarf und die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2045 in der Gemeinde Eitorf. Die Zielszenarien stellen dabei keine festen Vorgaben dar, sondern beschreiben mögliche Entwicklungspfade für eine klimaneutrale Wärmeversorgung. Sie bilden auch die Grundlage für die Ausarbeitung von Umsetzungsmaßnahmen, die für eine Wärmewende notwendig sind.

Die Zielszenarioanalyse wurde auf der Grundlage der Ergebnisse der Eignungsprüfung, der Bestands- und Potenzialanalyse durchgeführt, sowie Gesprächen mit lokalen Akteuren aus der Verwaltung und Industrie. Dabei wurden vorrangig zentrale Wärmenetzlösungen aber auch deren Kombination mit dezentralen Versorgungsmöglichkeiten betrachtet, die sich jeweils an den lokalen Gegebenheiten orientieren. Die Szenarien unterscheiden sich u.a. hinsichtlich des Wärmebedarfs, voraussichtlichen Sanierungsraten, der vorliegenden Infrastruktur und der potenziellen Anschlussquote an ein Wärmenetz.

Als mögliche Versorgungsoptionen für Wärmenetze in Eitorf wurden unter anderem Flussthermie, Grundwasserwärme, Abwasserwärme sowie alternative Brennstoffe in Betrachtung gezogen. Das Potenzial der Abwasserwärme wurde dabei für eine alleinstehende Wärmeversorgung jedoch als vergleichsweise gering eingeschätzt.

Zur Erreichung des klimaneutralen Zielszenarios im Jahr 2045 ist der Neubau eines Wärmenetzes im zentralen Ortsbereich denkbar. Ergänzend sollten bestehende dezentrale Heizanlagen schrittweise auf erneuerbare Wärmeversorgungslösungen umgestellt werden. Ein weiterer zentraler Baustein ist die Erhöhung der Sanierungstiefe im Gebäudebestand, insbesondere im Ortskern, um den zukünftigen Wärmebedarf nachhaltig zu senken.

Derzeit werden im Gemeindegebiet rund 88 % der Gebäude mit fossilen Heizungen versorgt. Von etwa 7.000 vorhandenen Zentralheizungen entfallen rund 6.100 auf fossile Energieträger. Ein zentrales Wärmenetz ist bislang nicht in Betrieb. Das entwickelte Zielszenario berücksichtigt diese Ausgangslage und sieht neben dem Neubau eines Wärmenetzes eine schrittweise, graduelle Umstellung der fossilen Heizungen auf erneuerbare Alternativen, insbesondere Wärmepumpen und strombasierte Heizsysteme, vor.

Wichtig zu vermerken ist, dass die Ergebnisse kein festes Szenario darstellen, sondern sie bilden mögliche, zielkonforme Entwicklungspfade ab. Welche Maßnahmen erforderlich und sinnvoll sind, um die angestrebten Ziele zu erreichen, wird in der nächsten Analysephase näher untersucht.

Darüber hinaus konnte im Rahmen der Zielszenarioanalyse festgestellt werden, dass perspektivisch auch der Neubau weiterer Wärmenetze in anderen Ortsteilen möglich ist, sofern die Rahmenbedingungen dies zulassen. Diese Optionen werden in den Planungs- und Umsetzungsphasen weiter geprüft und konkretisiert.

Im Rahmen einer zweiten Informationsveranstaltung Ende Mai werden zentrale Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung vorgestellt und diskutiert. Die Einladung zur Veranstaltung und ihre Eckdaten werden frühzeitig über die kommunalen Kanäle veröffentlicht.

Bei Fragen oder Anmerkungen zu Zielszenarien wenden Sie sich gerne per Mail an waermeplanung@eitorf.de.

Heat it! – Bürgernahe Wärmewende

Die Gemeinde Eitorf ist als eine von bundesweit zwei Pilotkommunen ausgewählt worden, die vom Projekt „HEAT it!“ in der Kommunalen Wärmeplanung (KWP) begleitet wird.

„HEAT it!“ ist ein Kooperationsprojekt von Klima-Bündnis e.V. und Bündnis Bürgerenergie e.V., gefördert von der Stiftung Mercator. Es unterstützt kleinere Kommunen in Deutschland bei der kommunalen Wärmeplanung (KWP) durch praktische Instrumente und Lösungen.

Für die Gemeinde Eitorf bedeutet das gezieltes Mentoring, Wissensaufbau, Expertenaustausch und Hilfsmaterialien – basierend auf einer zweijährigen Kooperationsvereinbarung.

Weitere Informationen zum Projekt „Heat it!“ finden Sie hier.

Fragen zur Sanierung und zum Heizungstausch?

Sie haben Fragen zur Ihrer Wohnung oder Ihrer Immobilie? Besuchen Sie die Seite unserer Kampagne „Warme Wohnung, kühler Kopf“, die Seite der Energieagentur Rhein-Sieg oder der Verbraucherzentrale.

„Warme Wohnung, kühler Kopf“: „Warme Wohnung, kühler Kopf - Der Weg zum Nachhaltigen Heizen“ | Eitorf Home

Energieagentur Rhein Sieg: https://energieagentur-rsk.de/privathaushalte/

Verbraucherzentrale NRW Energieberatung Rhein-Sieg-Kreis: https://www.verbraucherzentrale.nrw/beratungsstellen/rhein-sieg-kreis-energieberatung

Kontakt

Sie haben Fragen, Anregungen oder Wünsche? Kontaktieren Sie uns gern!

Projektleitung: Michaela Straßek-Knipp, Tel.: 02243 89 147

Klimaschutzmanagerin: Sina Pfister, Tel.: 02243 89 123

E-Mail: waermeplanung@eitorf.de