7. März • 19:00 Uhr

Eitorfer Klassik: Sophos-Duo

Ani Ter-Martirosyan (Klavier) und Sam Lucas (Cello). Für das Programm "Traumzeit" hat sich das Duo Sophos von den Märchen und Legenden ihrer Heimatländer inspirieren lassen.


Die armenische Pianistin Ani Ter-Martirosyan und der australische Cellist Sam Lucas haben zwar unterschiedliche kulturelle Hintergründe, doch ihre gemeinsame musikalische Sprache ist die klassische Musik mit all ihren emotionalen Tiefen und ihrer Schönheit. Armenien, ein Land voller Mythen und Legenden, und Australien mit seiner reichen Kultur der "Dreamtime" bilden den Hintergrund für dieses besondere Konzert.

R. Schumann - Fantasiestücke

J. Brahms - Sonate f. Klavier &. Violoncello e-Moll

ODER

D. Schostakowitsch - Sonate f. Klavier &. Violoncello

------ Pause ------

S. Rachmaninoff - Sonate f. Klavier &. Violoncello

Dieses vielfältige Programm verbindet klassische Meisterwerke mit zeitgenössischen Kompositionen und spiegelt die kulturellen Hintergründe der Künstler wider. Beethovens Variationen über ein Thema aus Mozarts "Die Zauberflöte" eröffnen den Abend mit einer Hommage an die Wiener Klassik. Es folgt die verträumte Stimmung von Philip Wilchers Reverie und Sally Greenaways Three Poems, die Einblicke in die moderne australische Musikszene geben. Schumanns Märchenbilder entführen in eine Welt voller Fantasie und Romantik, passend zum Thema der Träume und inneren Bilder.

Nach der Pause erklingt Khachaturians emotionales "Adagio von Spartacus und Phrygia", das die tiefe Ausdruckskraft der armenischen Musiktradition verkörpert. Gareth Farrs Shadow of the Hawk fügt dem Programm mit Einflüssen der Maori-Kultur eine weitere südliche Perspektive hinzu. Den krönenden Abschluss bildet Prokofjews Sonate für Violoncello und Klavier in C-Dur, ein Werk voller Energie und technischer Brillanz, dass die Virtuosität und das einfühlsame Zusammenspiel der beiden Künstler hervorhebt.

Durch ihre Interpretation eröffnen Ani Ter-Martirosyan und Sam Lucas musikalische Räume, die Assoziationen zu Träumen, Erinnerungen und Gefühlen wecken. Sie laden das Publikum ein, sich auf eine Klangreise zu begeben, die unterschiedliche Kulturen und Geschichten miteinander verbindet.

Sam Lucas (Violoncello) und Ani Ter-Martirosyan (Klavier) wurden als Solisten international ausgezeichnet. Als Duo Sophos wurden sie von der Dörken Stiftung in das Hochbegabtenprogramm aufgenommen und mit dem "Best of NRW" geehrt. Ihre Zusammenarbeit steht für musikalische Exzellenz und die gelungene Verbindung verschiedener kultureller Perspektiven.

Sam Lucas ist derzeit Solocellist des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie. Der in Australien geborene Musiker hat seit seinem Umzug nach Europa im Jahr 2017 internationale Anerkennung erlangt. Sam ist gleichermaßen als Solist, Kammermusiker und Orchesterleiter zu Hause und arbeitet mit renommierten Künstlern wie Ani Ter-Martirosyan, Anna Fedorova, Konstantin Shamray, Evgeny Uhanov, Evgeny Genchev, Dorel Golan, Jan Vogler, Jens Peter Maintz, Victor Julien-Laferrière, Bruno Philippe und Mischa Maisky zusammen.

Er begann sein Studium bei dem Solocellisten des Queensland Symphony Orchestra und nahm bereits als Jugendlicher an Meisterkursen mit David Geringas, Pieter Wispelwey und Li Wei Qin beim Adelaide International Cello Festival teil. Mit fünfzehn Jahren hatte er bereits Preise beim Australian Concerto and Vocal Competition, dem Royal Overseas League Chamber Competition sowie beim Gisborne International und National Concerto Competition in Neuseeland gewonnen.

Er trat international in bedeutenden Sälen auf, darunter der Palast der Kultur und die Nationale Musikschule in Sofia, St Martin-in-the-Fields in London, das Edinburgh Fringe Festival und die Wigmore Hall in London (2016 und erneut 2025). Im Jahr 2015 wurde er eingeladen, für den Herzog und die Herzogin von Cambridge zu spielen. Im Jahr 2025 war Sam Gastkünstler bei der Holocaust-Gedenkfeier im Europäischen Parlament – ein Auftritt, der weltweit Millionen Menschen erreichte.

Zu seinen Wettbewerbserfolgen zählen erste Preise beim Sieghardt Rometsch Wettbewerb (2018), dem Pro Artists International Music Competition (2019), dem Anton Rubinstein International Cello Competition (2020) und dem Gustav Mahler International Cello Competition (2021) sowie eine Goldmedaille beim Vienna International Music Competition und ein zweiter Preis beim Gisborne International Music Competition.

2019 veröffentlichte er seine Debüt-CD mit dem Elgar-Cellokonzert und dem Orchester der Robert Schumann Hochschule. Außerdem war er Teilnehmer beim Tschaikowski-Internationalen Cello-Wettbewerb und beim Königin-Elisabeth-Cello-Wettbewerb, was seinen Ruf als einer der führenden jungen Cellisten der Welt weiter festigte.

In der Saison 2025 wird Sam als Solist mit dem London Sinfonia Smith Square Orchestra sowohl in Anghiari (Italien) als auch in London auftreten. Im selben Jahr trat er auch mit dem Australian World Orchestra im Hamer Hall in Melbourne und im Sydney Opera House auf. Frühere Soloauftritte umfassten Konzerte mit dem Sinfonieorchester der Universität Bonn, dem Oberbergischen Kreis-Sinfonieorchester, der Philharmonie Hagen, der Ruhrstadt-Sinfonie und der Kölner Sinfonietta sowie Kammermusikauftritte im Beethovenhaus Bonn und in der Konzertreihe „Best of NRW“ mit Ani Ter-Martirosyan.

Er war außerdem als Gast-Solocellist bei den Essener Philharmonikern und dem Saarländischen Staatsorchester tätig. Sam spielt ein Cello von Carlo Tononi aus dem Jahr 1720 sowie ein Cello von Nicolo Gagliano aus dem 18. Jahrhundert.

Das Spiel von Ani Ter-Martirosyan zeichnet sich durch besondere Emotionalität und Leidenschaft aus. Von Kritikern wird sie vor allem für ihre federleichte Virtuosität (Neue Zürcher Zeitung) und den poetischen, feinfühligen Klang hochgeschätzt.

Als gefragte Konzertpianistin ist Ani Ter-Martirosyan in Konzertsälen wie der Kölner Philharmonie, der Essener Philharmonie, dem Fernsehstudio WDR 3, dem Robert-Schuman-Saal Düsseldorf, dem Beethovenhaus Bonn, im Theater Aachen, der Historischen Stadthalle Wuppertal oder auch dem Teatro Quirino und der Galeria Borghese in Rom sowie der Villa Medici Giulini in Milan zu hören.

Die Pianistin wurde bei namhaften nationalen und internationalen Wettbewerben und Festivals, wie dem Internationalen Wettbewerb Osimo in Italien, dem Concours Ile-de-France, dem Sieghard-Rometsch-Wettbewerb in Deutschland, der Young Artist Platform (Zeist Liedfestival), der International LiedDuo Competition Groningen, dem Schweizer Engadin Festival, Klavier-Festival Ruhr in Deutschland, dem Festival Lago Maggiore Musica in Italien sowie dem Internationaal Lied Festival Zeist in den Niederlanden ausgezeichnet.

In 2025 gewann sie gemeinsam mit dem Cellisten Joachim Birman den 1. Preis beim Concorso di musica internazionale “Magna Graecia” in Gioiosa Ionica, Italien.

Sie qualifizierte sich für und spielte die Konzertreihe Best of NRW und trat im Rahmen des Schumannfests Düsseldorf auf. In 2024 war sie eingeladen zu renommierten Festivals wie dem Beethovenfest Bonn, dem Yerevan International Music Festival oder dem Oxford International Song Festival.

Ani Ter-Martirosyan war Stipendiatin diverser renommierter Stiftungen, unter anderem der Wagner Stiftung, der Yehudi-Menuhin-Stiftung, der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung, des Deutschland Stipendiums sowie der Gulbenkian Stiftung.

Von besonderer Bedeutung auf ihrem künstlerischen Weg war die Berufung zur Lehrkraft am Conservatorio di Musica Santa Cecilia di Roma gewesen, wo sie die einzigartige Gelegenheit erhielt, an historischen Instrumenten wie dem Cembalo und Hammerklavier zu spielen.

Neben der Tätigkeit als Solistin tritt Ani Ter-Martirosyan auch als vielseitige Kammermusikerin und Liedpianistin auf. Sie steht mit diversen Kammermusikpartnern und Sängern mit unterschiedlichstem Repertoire von zeitgenössischer Musik bis hin zum romantischen Kunstlied deutschlandweit als auch international auf der Bühne.

Zusätzlich zu dem klassisch-romantischen Repertoire, welches zu den herausragenden Stärken der Pianistin gehört, engagiert sich Ani Ter-Martirosyan auch für die Aufführung der Werke von zeitgenössischen Komponisten, nicht zuletzt dank ihrer Mitgliedschaft im Verein junger armenischer Komponisten und Interpreten.

Ani Ter-Martirosyan ist zudem repräsentative Musikerin der Schumann-Gesellschaft Düsseldorf im Kontext der Komponistin der Clara Schumann-Wieck. Ihr künstlerischer Einsatz für die Gesellschaft wurde durch eine Patenschaft für einen der erhaltenen Briefe von Johannes Brahms gewürdigt.

Die gebürtige Armenierin hat bereits mit sechs Jahren angefangen Klavierunterricht zu nehmen, später fand sie noch zur Orgel. Sie wurde am staatlichen Konservatorium in Eriwan angenommen und erhielt ihre Ausbildung dort bei Anna und Sergej Saradjan.

Im Anschluss studierte sie Klavier an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln bei Pavel Gililov und Jacob Leuschner. An der Robert Schumann Musikhochschule Düsseldorf besuchte sie die Klasse von Barbara Szczepanska und schloss dort ihre Prüfung mit Auszeichnung ab. Abschließend vertiefte sie Ihre Studien an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln im Fach Liedgestaltung bei Ulrich Eisenlohr sowie Kammermusik bei Anthony Spiri ab.

Im Rahmen zahlreicher Meisterklassen arbeitete sie mit bedeutenden Musikerpersönlichkeiten wie Ferenc Rados, Dmitry Baschkirow, Jacques Rouvier, Claudio Martínez Mehner sowie Hisako Kawamura, die alle einen immensen Einfluss auf ihre künstlerische Entfaltung ausgeübt haben.

Ani geht seit 2021 einem Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln nach.

Theater am Park, Eitorf, Brückenstr. 31

Veranstalter: Kulturbüro der Gemeinde Eitorf

Preis: VVK 16,- EUR, AK 18,- EUR, Erm. 12,- EUR