Wir gehen alle gemeinsam durch schwere Zeiten - niemand soll alleine gelassen werden.

Jerusalema/Corona-Video der Gemeindeverwaltung

Entstanden ist das Video im Jahr 2019 im Zuge der sog. "Jerusalema-Video-Challenge".

Hintergrund: Ein südafrikanisches Lied und ein dazugehöriger Tanz eroberten damals die Welt und verbreiteten gute Laune in schweren Pandemiezeiten. Die sogenannte "Jerusalema Challenge" sollte trotz Pandemie Menschen Momente des Glücks bescheren - all denen, die aktiv mitmachten und auch denen, die sich an den vielen kreativen Videos erfreuten, die in jenen Tagen überall im Internet unter dem Titel "Jerusalema" erschienen. Der Hashtag "ZusammenGehenWir" gehörte zu den Videos. Er zeigte die Richtung der Aktion: Wir gehen alle gemeinsam durch schwere Zeiten - niemand soll alleine gelassen werden. Auch - und vielleicht gerade - hier im Rathaus war die Arbeitsbelastung - physisch wie psychisch zu dieser Zeit enorm hoch. Wir - ein Teil der Mitarbeiter - haben uns erlaubt, in einer Mittagspause auf dem Parkausdeck direkt hinter dem Rathaus gemeinsam zu tanzen und den Tanz zu filmen - aufgrund der Pandemielage war eine Fläche ausgewählt worden, die für alle Mitarbeiter in der Pause schnell zu erreichen war und zudem das Tanzen in möglichst großem Abstand voneinander möglich machte. Das Interesse in der Verwaltung war groß und so lieferten auch externe Abteilungen, der Kulturausschuss und die Seniorenvertretung ihren jeweiligen Beitrag dazu. Letztlich hat das kleine Projekt allen Beteiligten viel Spaß bereitet.

Vor der Veröffentlichung des Videos wurde jedoch klar, dass die Verwendung des Original-Musiktitels "Jerusalema" mit Kosten verbunden sein würde, da Musikrechte durch "Warner-Brothers" betroffen waren. Also verzichteten wir zunächst auf eine Veröffentlichung.

Musikschullehrer und einige Musiker aus dem Rhein-Sieg-Kreis hielten das Video und seine Absicht für wertvoll genug, um freiwillig und kostenlos das alte "Eitorf-Lied" aus dem Jahre 1951 auf das Tempo des Tanzes anzupassen und neu einzuspielen. Auch darüber hinaus entstanden übrigens keine Kosten. Schnitt und Aufnahme erledigte der Kulturbeauftragte der Gemeinde in seiner Freizeit. Die neue Musik passte damit unter das im letzten Jahr entstandene Video.

Philipp Weber, genannt "Philippo" war es, der nach Heimkehr aus dem Krieg und Gefangenschaft ein Heimatlied dichtete und es zur Fastnacht 1951 in Halft erstmalig vorstellte. In dem traditionellen Lied von 1951 heißt es: "Met nette Mädche he im Siegerland" - natürlich erzeugt aus heutiger Sicht eine Verortung Eitorfs ins Siegerland Stirnrunzeln - als musikgeschichtliches Zeugnis sollte der Liedtext jedoch nicht einfach umgeändert werden - vielleicht fühlt sich ja jemand gewogen herauszufinden, warum der Autor um 1951 diese Gegend als "Siegerland" bezeichnet hat?!

Das Heimatlied ist in dieser Form seither von vielen Eitorfer Chören immer wieder gesungen worden: z.B. hier: https://www.youtube.com/watch?v=Y9GjNHSXSVY.