Blindengeld - Blindenhilfe - Sehbehinderung

Blinden- und Gehörlosengeld

Blinde Erwachsene unter 60 Jahren erhalten in NRW ein Blindengeld in Höhe von monatlich 614,99 €, Kinder und Jugendliche in Höhe von 308,02 €. Diese Leistung wird unabhängig von Einkommen und Vermögen gewährt. Blinde Menschen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, erhalten Blindengeld in Höhe von 473,-- €. Wenn Einkommen und Vermögen bestimmte Grenzen nicht überschreiten, erhalten diese Personen den Differenzbetrag von 141,99 € als ergänzende Blindenhilfe nach dem SGB XII.
Als blind gelten Personen, deren besseres Auge eine Sehschärfe von nicht mehr als 2 Prozent oder eine gleichwertige Einschränkung aufweist. Beim erstmaligen Antrag ist eine augenärztliche Bescheinigung erforderlich, es sei denn, im Schwerbehindertenausweis ist bereits das Merkzeichen „BL“ eingetragen.
Blindengeld und Blindenhilfe werden nur auf Antrag gewährt. Zuständig ist der Landschaftsverband Rheinland. Der Antrag kann sowohl beim LVR als auch bei der Gemeinde- oder Kreisverwaltung eingereicht werden. Personen ab 60 Jahre, die zusätzlich zum Blindengeld Blindenhilfe beziehen möchten, können sich wegen der Antragstellung und Fragen zur Einkomnmens- und Vermögensprüfung an das örtliche Sozialamt wenden
Maßgebend für den Leistungsbeginn ist der Monat des Antragseingangs. Bei Vorliegen der Voraussetzungen wird die betreffende Leistung rückwirkend ab Antragseingang gewährt.

Blindengeld bei Heimaufenthalt oder häuslicher Pflege

Das Blindengeld kann gekürzt werden bei blinden Menschen, die in einer Pflegeeinrichtung leben, wenn die Unterbringungskosten ganz oder teilweise aus öffentlichen Mitteln übernommen werden. Das Blindengeld wird dann um diesen Unterstützungsbetrag gekürzt, jedoch maximal um die Hälfte.
Erhalten blinde Menschen Leistungen der Pflegekasse, privater Pflegeversicherung oder Beihilfe wegen häuslicher Pflege, Tages-, Nacht- oder Kurzzeitpglege, wird das Blindengeld um 164,50 € (Pflegestufe 1) bzw. 154 € (Pflegestufen 2 und 3) gekürzt. Diese Anrechnungsregelung hat der Gesetzgeber getroffen, weil der durch die Blindheit bedingte Mehraufwand teilweise bereits durch die Pflege- und Betreuungsleistungen abgedeckt wird.

Hilfen für hochgradig sehbehinderte Menschen

Hochgradig sehbehinderte Menschen erhalten auf Antrag zum Ausgleich der durch die sehbehinderung bedingten Mehraufwendungen eine Hilfe von 77,-- € monatlich. Die Voraussetzungen sind wie folgt definiert: Mindestalter 16 Jahre; das bessere Auge wist mit Gläserkorrektion ohne besondere optische Hilfsmittel eine Sehschärfe von nicht mehr als 5 Prozent oder eine gleichwertige Einschränkung auf.
Für den Antrag benötigen Sie eine augenärztliche Bescheinigung.
Die Leistung wird unabhängig von Einkommen und Vermögenshilfe gezahlt. Sie wird bei anderen Sozialleistungen (z. B. Wohngeld, Leistungen nach Hartz IV) nicht als Einkommen gewertet.
Die Leistung für hochgradig Sehbehinderte wird nur auf Antrag gewährt. Zuständig ist der Landschaftsverband Rheinland. Der Antrag kann beim LVR, 50663 Köln, und bei der Gemeinde- oder Kreisverwaltung eingereicht werden. Maßgebend für den Leistungsbeginn ist der Monat des Antragseingangs. Bei Vorliegen der Voraussetzungen wird die betreffende Leistung rückwirkend ab Antragseingang gewährt.

Es erleichtert die Bearbeitung, wenn Antragsteller das entsprechende Formular verwenden. Es ist außer im Internet beim LVR-Fachbereich Sozialhilfe II und bei allen örtlichen Sozialämtern zu erhalten.

Zu entrichtende Gebühren/Kosten: Keine.
Zu erwartende Bearbeitungsdauer: Kurz, sowohl bei Gemeinde als auch beim LVR
Art der Antragstellung: schriftlich mit entsprechendem Vordruck

Zuständige Stellen

Amt für Jugend, Schulen, Senioren und Soziales Sozialabteilung
Anschrift und Öffnungszeiten ->hier

Ansprechpartnerin

Frau Martina Schöneberg
Telefon: 02243/89127
Telefax: 02243/89179
e-mail: martina.schoeneberg@eitorf.de
Zimmer: 100