Beiträge Wasser/Kanal

Höhe und Ermittlung der Beiträge in den Bereichen Wasser und Kanal

Alle Grundstücke, die durch Wasser- und/oder Kanalleitung erschlossen werden, werden zu einmaligen Anschlussbeiträgen herangezogen, wenn die entsprechende Wasser- oder Kanalleitung ihnen einen wirtschaftlichen Vorteil im Sinne von § 8 des Kommunalabgabengesetzes NW bietet. Dies ist immer der Fall, wenn das betroffene Grundstück bebaut werden kann oder bereits bebaut wurde. Der einmalige Beitrag beträgt:

- im Bereich Wasser 1,20 € pro m⊃2; Bemessungsgrundlage (incl. 7% MWST.)
- im Bereich Kanal 9,20 € pro m⊃2; Bemessungsgrundlage (MWST.- frei)

Bemessungsgrundlage ist das Grundstück mit seiner Fläche. Angesetzt werden folgende Grundstücksflächen:
- in Gebieten mit qualifiziertem Bebauungsplan, die volle Grundstücksfläche laut Kataster (Grundbuchgrundstück)
- in Gebieten ohne Bebauungsplan, in Gebieten mit Ortslagensatzung oder Außenbereichssatzung die volle Grundstücksfläche, wobei jedoch übergroße Grundstücke auf eine maximale Tiefe von 50 m begrenzt werden
- in Außenbereichsgebieten, eine Grundstücksfläche, die sich aus der Grundfläche des angeschlossenen Gebäudes geteilt durch die Grundflächenzahl 0,2 ergibt.

Die beitragspflichtige Fläche wird bei Grundstücken, die intensiver als normale Wohnhausgrundstücke genutzt werden können, wie folgt mit einem Faktor vervielfältigt, also erhöht:

- bei ein- und zweigeschossiger Bebaubarkeit bzw. tatsächlicher Nutzung 1,00
- bei dreigeschossiger Bebaubarkeit bzw. tatsächlicher Nutzung 1,25
- bei vier- und fünfgeschossiger Bebaubarkeit bzw. tatsächlicher Nutzung 1,50
- bei sechs- und mehrgeschossiger Bebaubarkeit bzw. tatsächlicher Nutzung 1,75

Eine weitere Erhöhung ergibt sich für Grundstücke in Gewerbe-, Industrie- und Kerngebieten um den Faktor 0,3. Das gilt auch für Grundstücke außerhalb von Bebauungsgebieten, wenn die Grundstücke so eingestuft werden können, oder eine entsprechende gewerbliche Nutzung möglich ist.

Der Kanalbeitrag(satz) reduziert sich um:
- 75% - wenn nur Regenwasser in den Kanal geleitet werden darf
- 50% - wenn das Abwasser vor Einleitung in den Kanal vorgeklärt werden muss (Ausnah-me): Vorklärung dient nur dazu, einen üblichen Verschmutzungsgrad zu erreichen)
- 25% - wenn nur Schmutzwasser in den Kanal geleitet werden darf
- 15% - wenn die Kellerentwässerung nur mit Pumpe möglich ist, weil der öffentliche Kanal nicht ausreichend tief verlegt ist (das gilt nicht bei Regenwassereinleitungen).

Im Kanalanschlussbeitrag sind die Kosten des Grundstücksanschlusses (von der Kanalhaupt-leitung bis zur Grundstücksgrenze) enthalten.
Im Wasseranschlussbeitrag sind die Hausanschlusskosten nicht enthalten.

Zu entrichtende Gebühren/Kosten: Siehe oben.

Zuständige Stellen

Gemeindewerke - Ver- und Entsorgungsbetriebe - Kaufmännische Abteilung
Anschrift und Öffnungszeiten ->hier

Ansprechpartner

Herr Markus Stricker
Telefon: 02243/89201
Telefax: 02243/89179 und 89219
e-mail: markus.stricker@eitorf.de
Zimmer: 401