Respektloses Verhalten

Verhalten von Verkehrsteilnehmern bei geplanten und ungeplanten Verkehrssperrungen

Das Sturmtief Friederike und seine Auswirkungen auf große Teile Deutschlands hat auch in Eitorf für die Kräfte der Polizei, des THWs, der Freiwilligen Feuerwehr, weiterer Hilfsorganisationen, des Landesbetriebes Straßen NRW, des gemeindlichen Bauhofes und des Ordnungsamtes eine Ausnahmeeinsatzsituation hervorgerufen. Ungeplante und ad hoc durchzuführende Straßensperrungen aufgrund vielerorts umgestürzter Bäume wurden erforderlich, um Gefahren für Leib und Leben der Verkehrsteilnehmer zu minimieren.

Die Medienberichterstattung zu ausbleibenden Rettungsgassen auf Autobahnen oder Beleidigungen von Einsatzpersonal bis hin zu körperlichen Gewaltexzessen lassen uns alle regelmäßig den Kopf schütteln. Man fragt sich „Wer macht denn so etwas“, wer beleidigt Einsatzkräfte oder greift diese gar körperlich an? Menschen, die durch ihren z. T. ehrenamtlichen Einsatz der Gesellschaft einen Dienst tun, damit man sicher nach Hause oder zum Arbeitsplatz gelangt, müssen sich bei gefahrträchtigen Einsätzen dann auch noch von ungeduldigen Verkehrsteilnehmern beleidigen lassen.

Ein solches Verhalten war leider auch in Eitorf anzutreffen. Nur der Gelassenheit der eingesetzten Kollegen ist es geschuldet, dass von Anzeigen gegen einige Verkehrsteilnehmer abgesehen worden ist. Hinzu kommt respektloses Verhalten an der Grenze zu strafrechtsrelevanten Delikten gegenüber den Einsatzkräften und Ignoranz gegenüber amtlich getroffenen Maßnahmen. Ein solches Verhalten ist nicht hinzunehmen und stellt leider auch nicht mehr nur noch absolute Ausnahmefälle dar, sondern ist in wachsender Anzahl zu beobachten. Selbst bei geplanten Sperrungen z. B. aus Anlass der Eitorfer Kirmes oder des Rosenmontagsumzuges, die zudem wochenlang im Vorhinein über die Presse angekündigt werden, ist solches respektloses Verhalten anzutreffen.

Vor dem Hintergrund der letzten Ereignisse weist das Amt für Bürgerdienste und Stadtmarketing auf die zunehmende Respektlosigkeit und die oben geschilderten Situationen hin. Die Mehrzahl der Verkehrsteilnehmer verhält sich dabei sicher tadellos. Die Zahl der „Unbelehrbaren“ hat jedoch wahrnehmbar zugenommen. Künftig werden Delikte der beschriebenen Art zur Anzeige gebracht.